Ruth Schöllhammer 24.08.2016

„Jeder Tag ist wie ein Geschenk“

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Anna-Melina_Bachschneiderstrahlt Anna-Melina Bachschneider, wenn sie in ihrem eigenen Salon mitten in Schwabing steht. Nein, ihr war es wirklich nicht in die Wiege gelegt. In einfachen Verhältnissen in Oberbayern aufgewachsen, hat sie es mit enormen Ehrgeiz und Disziplin binnen weniger Jahre vom Quali zur Lehrstelle, zur Mittleren Reife, zum Meister und schließlich zum Fachabitur geschafft. Es folgten zahlreiche Weiterbildungen, spannende Arbeitsstellen und inspirierende Begegnungen.

Mit 27 wusste sie sehr genau, wie ihr eigener Salon aussehen sollte: ein Kleinod der Ruhe – ungeteilte Aufmerksamkeit und professionelle Behandlung, natürliche Produkte und ganzheitliche Beratung, sich ganz und gar Wohlbefinden ihrer Kundinnen und Kunden zu widmen.

Nur wie finanzieren? Ein Polster konnte sich Anna-Melina in so jungen Jahren kaum aufbauen, da sie fast alles in ihre Weiterbildung gesteckt hat. Auch die Familie konnte nicht weiterhelfen, die fest hinter ihr stand und steht. 

So hat Anna-Melina bei der Arbeitsagentur angefragt. Diese verweist auf ein Überangebot an langzeitarbeitslosen Friseuren, weshalb eine Förderung für die Selbstständigkeit zunächst nicht in Frage kommt.

Aber Anna-Melina gibt so schnell nicht auf – auch wenn die Gespräche mit den Banken alles andere als ermutigend waren. Ein klares Nein mangels Sicherheiten ist zwar enttäuschend, aber dann weiß man als Kreditnehmer zumindest, wo man bei der Bank steht. Unverschämt empfand sie die Bankberater, die eigentlich nur überteuerte Versicherungen und Ähnliches verkaufen wollten. Das hätte sich die Gründerin gerne erspart.

Ebenso ihre Erfahrungen mit sogenannten Gründerberatern. Teils von der Bank empfohlen, erwarteten sie ein Honorar von 8.000,- EUR obwohl Geschäftskonzept und Finanzplanung bereits ausgearbeitet waren. Sie wollte doch nur einen Gründerkredit – in Zeiten, in denen sich Politiker mit Statements zur Gründerförderung überschlagen, Gründerinnen und Gründer Titelseiten schmücken und Start-ups Fernsehshows bestreiten.

Aber Anna-Melinas Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Bei der Handwerkskammer fand sie eine kompetente Beraterin, die mit der Flessabank eine perfekte Empfehlung abgeben hat. Und schließlich hat auch die Agentur für Arbeit eine Förderung zugesagt.

Das Fazit von Anna-Melina:

Für den Weg in die Selbstständigkeit braucht es Ehrgeiz, Selbstdisziplin und Hartnäckigkeit. Vertraue deinem Bauchgefühl. Halte dich fern von Beratern, die nur dein Geld wollen und von Banken, die nur auf den nächsten Kaufabschluss schielen – und dann genieße deine Freiheit!

Und besucht sie mal in ihrem Salon Konzept H in München-Schwabing.

 

Ein Gedanke zu „„Jeder Tag ist wie ein Geschenk““

  1. Liebe Anna
    Habe von Henry gehört, dass du in Schwabing einen Salon aufgemacht hast.
    Es freut mich sehr, dass du das geschafft hast.
    Ich weiss, wie schwer es ist, aus eigner Kraft ein Geschäft aufzubauen.
    Alles Gute weiterhin, und grüß deine Mutter von mir, wenn du sie siehst
    Liebe Grüße
    Dieter Weißach

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