Ruth Schöllhammer 08.03.2017

Von Berlin nach Paderborn – Praxis verkauft und Neustart

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SPUTNIK eins fotografie
SPUTNIK eins fotografie

Die Schule ist an allem schuld. Ohne sie wäre Sabine Omarow eher nicht den Weg in die Selbstständigkeit gegangen. Sabine war damals noch in fester Anstellung in Berlin als ihre Tochter in die Schule kam und sie gleich danach sowohl mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche als auch mit einer Rechenschwäche konfrontiert wurde. Was tun? Sabine hat gepaukt. Sie ging in Fortbildungskurse für Lehrer. Sie hat angefangen Psychologie zu studieren und das Studium auch beendet. Nebenbei hat sie sich als Legasthenie-Trainerin ausbilden lassen und in Berlin 2003 ihre eigene Praxis gegründet. 2008 kam die zweite Praxis dazu. Vergangenes Jahr hat sie ihre beiden Praxen mit fast 100 Schülern verkauft und ist nach Paderborn gezogen. Ein Neuanfang, auch als Unternehmerin. Sie hat aus ihrer ersten Gründung gelernt und ist nach kurzer Zeit auf einem sehr erfolgreichen Weg.

Das war bei ihrer ersten Gründung nicht so. Die erste Jahre waren hart. Sie musste auf Vieles verzichten. Als sie ihre erste Praxis eröffnet hatte, war Sabine noch völlig unvorbereitet.

Wie viele klassische Gründer und Gründerinnen hatte sie zwar eine hohe Kernkompetenz, und eine unglaubliche Leidenschaft, aber niemand hat sie darauf vorbereitet, was nach einer Gründung alles auf sie zukommen würde.

Das Thema Werbung und Marketing war beispielsweise komplettes Neuland: Wo ist Werbung sinnvoll? Wo bringt sie nichts? Wie beauftragt man Agenturen? Wie misst man den Erfolg?

Und keiner hat ihr gesagt, dass es sehr lange dauern kann, bis man finanziell auf sicheren Füßen steht. Dennoch – ihr Beruf ist mehr als ein Job. Ihre Praxis ist ihre Berufung. Und mit der Neugründung in Paderborn läuft es richtig gut.

Ihr Tipp

  • Ohne Leidenschaft geht gar nichts – die Arbeit muss in erster Linie Spaß machen, der Rest kommt dann.
  • Seid selbstbewusst. Vertretet eure Sache. Verkauft euch gut – das kann man üben!
  • Seid laut. Schreibt und teilt – ein eigener Blog, Twitter-Aktivitäten und Facebook-Beiträge helfen, um gleich zu Anfang Sichtbarkeit und Bekanntheit aufzubauen.
  • Geht auf Veranstaltungen, stellt euch vor, kurz und knapp – so bleibt ihr im Gedächtnis und werdet weiterempfohlen.
  • Netzwerken – der offene Erfahrungsaustausch, die gegenseitige Unterstützung und ggf. auch mal eine Runde Trost sind nicht nur beim Unternehmensstart extrem wertvoll.

Und falls ihr jemanden mit einer Lese-/Rechtschreib- oder Rechenschwäche kennt, wendet euch vertrauensvoll an Sabine – die kennt sich aus: www.sabine-omarow.de

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